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Rapunzels Schwangerschaft |
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Tiefenpsychologische Deutung nach Eugen Drewermann: Drewermann nennt das Märchen von Rapunzel einen Familienroman (nach Freud). Es sei die tragische Geschichte einer Frau, die, weil sie nicht fähig ist, (einen) ihren Mann zu lieben, sich ganz und gar auf ihre Tochter fixiert. Die negative Mutter-Kind-Beziehung, in der die Mutter das Schicksal des Kindes unbewusst programmiert, führe zu tiefen Lebenskonflikten. Die Mutter Rapunzels und Frau Gothel seien ein und dieselbe Person, die ihr ganzes Dasein von ihrer Tochter abhängig mache. Der Mann sei seiner Frau gegenüber völlig machtlos. Er habe keinen Platz im Leben der beiden Frauen. Die Tochter, gefangen in 'Turm der Verbote' ihrer Mutter, werde aus den Fängen ihrer Mutter nur befreit werden können, wenn sich emanzipiere. Der Prinz, ein liebender, einfühlsamer Mann, der beharrlich an seine Geliebte glaubt, schaffe es zunächst, die Verbote der Mutter zu unterwandern: Rapunzel wird schwanger. Doch auch nach der Trennung von der Mutter wirke die negative Erziehung weiter und führe schließlich zur Trennung der Liebenden. Lange Jahre des völlig selbstständigen Lebens mit ihren Kindern versetzten Rapunzel in die Lage, die Liebe zu ihrem Mann zu/anzu- erkennen. Sie fänden wieder zueinander, weil auch der Prinz nie aufgehört habe sie zu lieben. Er zieht aus der Geschichte dieses Fazit: |
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© Gabriele Uhlmann |
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